Groß Galerie eröffnet in der Alten Lederfabrik – Neuer Anziehungspunkt für Halle

Juli 17, 2025

Fotos: Klaus-Peter Schillig/ Haller Zeitung

Die Alte Lederfabrik an der Alleestraße, bekannt als kreatives Zentrum Halles, hat einen weiteren Publikumsmagneten: Mit zahlreichen Gästen eröffnete am Wochenende die Groß Galerie in den frisch renovierten Erdgeschossräumen.

„Ein neuer starker Ort für Kunst in Halle“, lobte Hasan Akpinar, stellvertretender Bürgermeister. Auch Innenstadtmanager Frank Hofen bezeichnete die Alte Lederfabrik als „künstlerischen Hotspot“ der Stadt.

Hinter der Galerie steht der Künstler und Galerist Dirk Groß (geb. 1966), der zuvor in Warendorf tätig war und dort seit vielen Jahren mit Sandra Fehrenkötter, Eigentümerin der Alten Lederfabrik, befreundet ist. Ursprünglich hatte er kleinere Atelierräume abgelehnt, entdeckte jedoch zufällig die leerstehenden Flächen eines ehemaligen Folienverarbeitungsbetriebs – und war sofort begeistert.

Nach monatelangem Umbau entstand in enger Zusammenarbeit mit Fehrenkötter eine helle, großzügige Galerie. Das angrenzende Atelier wird voraussichtlich im September eingeweiht. „Dann werden alle wieder eingeladen“, versprach Groß bei der Eröffnung, zu der zahlreiche Freunde, Kunden aus Warendorf, Haller Kunstinteressierte und die Künstlergemeinschaft der Lederfabrik erschienen.

Unter den Gästen befand sich auch Detlev Kümmel, Kunstexperte aus der TV-Reihe „Bares für Rares“, der den neuen Standort als große Bereicherung bezeichnete. Die Galerie zeige hochwertige Arbeiten von Künstler:innen wie Carola Dewor (Tübingen), Theora Krummel (Lüdinghausen) oder Joachim Jurgelucks sowie Werke von Klassikern wie Erich Heckel, Otto Piene und Salvador Dalí.

Für Groß steht der persönliche Bezug zur Kunst im Vordergrund: „Hier kommt nichts rein, wenn ich nicht dahinterstehe. Kunst soll den Staub des Lebens von der Seele waschen – und wenn jemand mit einem besseren Gefühl hinausgeht, als er gekommen ist, ist der Auftrag erfüllt.“

Mit der Galerie Groß gewinnt die Alte Lederfabrik einen weiteren starken Anziehungspunkt, der das historische Gebäude als lebendigen Treffpunkt für Kunst, Kultur und Begegnung weiter festigt.

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